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SBK

SBK

Die Superbike-Weltmeisterschaft ist eine Rennsportklasse für seriennahe Motorräder. Sie ist auch unter den Kürzeln SBK und WSBK bekannt.

 

Als Superbikes werden straßenzugelassene, vollverkleidete Sportmotorräder der 1.000-cm³-Klasse bezeichnet.

Die Superbike-WM, wurde ursprünglich auf Betreiben der vier großen japanischen Hersteller Honda, Yamaha, Kawasaki und Suzuki ins Leben gerufen. Die bislang erfolgreichste Marke ist Ducati aus Italien. Die Weltmeisterschaft wird seit 1988 ausgetragen und findet unter dem Dach der FIM statt. Promotor und Rechteinhaber der Serie ist die italienische Firma FGSport.

 

Das erste Rennen fand am 3. April 1988 in Donington Park (Großbritannien) statt. Für Fahrer und Hersteller werden getrennte Weltmeistertitel vergeben.

 

Geschichte

 

Als die ersten Superbikes der Geschichte gelten die Ende der 1960er Jahre vorgestellten BSA Rocket 3/Triumph Trident und Honda CB 750 Four.

Mit der Kawasaki Z1, die ab 1971 gebaut wurde, schaffte die Superbike-Klasse dann ihren Durchbruch. Die Z1 mit ihren 900-cm³-DOHC-Reihenvierzylinder verkaufte sich so gut, dass bis zum Ende der Dekade alle anderen japanischen Hersteller die Z1-Formel übernahmen und eigene, großvolumige Vierzylinder-Maschinen herstellten. Das daraus resultierende “Wettrüsten” der Japaner führte in den Folgejahren zu hohen Investitionen in moderne Produktionsanlagen und sorgte damit für den weitgehenden Niedergang des Motorradbaus in Europa.

Heute zählen, neben den großen vier japanischen Herstellern Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha, die italienischen Werke Aprilia, Ducati und MV Agusta sowie der österreichische Hersteller KTM und BMW aus Deutschland zu den Herstellern von Superbikes.

 

Rennsport

 

Superbikes erfreuen sich im Rennsport allgemein immer größerer Beliebtheit. Das technische Reglement, das nur geringe Abweichungen von den als Basis dienenden Serienmaschinen zulässt, ermöglicht kostengünstigen Rennsport zu betreiben und führt gleichzeitig zu einer hohen Leistungsdichte.

Nach Einführung der Superbike-Weltmeisterschaft im Jahr 1988 gewannen Superbike-Rennen rasch eine große Fangemeinde. Die Weltmeisterschaft gilt mittlerweile, nach der MotoGP-Klasse, als zweite Königsklasse des Motorradrennsports.

Die seriennahen Viertakter lösten in den 1990er nach und nach die 500-cm³-Zweitakt-Maschinen in vielen nationalen Meisterschaften ab.

Mittlerweile gibt es in vielen Ländern nationale Superbike-Meisterschaften, die bekanntesten Vertreter dabei sind die British Superbike Championship in Großbritannien und die US-amerikanische AMA Superbike.

 

Reglement

 

Bis 2003 sah das Reglement Hubraumlimits von 750 cm³ für Vierzylinder- und von 1.000 cm³ für Zweizylinder-Motoren vor. Diese Regelung sollte den Vorteil von Vierzylinder-Motoren, höhere Drehzahlen und damit eine größere Leistung als Zweizylinder zu erreichen, kompensieren.

Ab 2004 war für alle Motoren ein Hubraumlimit von 1.000 cm³ vorgeschrieben, diese ließ jedoch den Zweizylindern mehr Spielraum zur Leistungssteigerung. Da dies jedoch deutlich höhere finanzielle Aufwendungen bedeutet, wird ab der Saison 2008 auf Bestrebungen von Ducati und wohl auch KTM hin, abermals ein größerer Hubraum für Zweizylinder-Motoren zugelassen.

 

Reglementänderungen ab 2008

 

Hubraumlimits

  • 2-Zylinder: über 850 cm³ bis max. 1.200 cm³
  • 3-Zylinder: über 750 cm³ bis max. 1.000 cm³
  • 4-Zylinder: über 750 cm³ bis max. 1.000 cm³

 

Mindestgewichte

  • 2-Zylinder: 168 kg
  • 3-Zylinder: 162 kg
  • 4-Zylinder: 162 kg

 

Das Gewicht der Zweizylinder kann im Laufe der Saison je nach Bedarf in ±3-kg-Schritten angepasst werden (maximal auf 171 kg, minimal auf 162 kg).

 

Luft-Restriktoren

Die Zweizylinder werden mit Ansaugrestriktoren (50 mm Durchmesser) begrenzt. Diese können im Laufe der Saison nach Bedarf in ±2-mm-Schritten angepasst werden (maximale Begrenzung auf 46 mm, kompletter Entfall des Restriktors möglich).

 

Motorentuning

Alle Konzepte unterliegen den Tuning-Regeln, die bis 2007 für die 1.000er-Vierzylinder gelten. Die 2-Zylinder müssen serienmäßige Pleuel aufweisen.

Homologations-Stückzahlen

2008 und 2009 müssen alle Hersteller 1.000 Basismotorräder produzieren, um eine Homologation für die WSBK zu erhalten. Ab 2010 wird diese Anzahl auf 3.000 Stück erhöht.

 

Jahr Fahrertitel Motorrad

1988 Fred Merkel Honda VFR 750 / RC30
1989 Fred Merkel Honda VFR 750 / RC30
1990 Raymond Roche Ducati 851
1991 Doug Polen Ducati 851
1992 Doug Polen Ducati 851
1993 Scott Russell Kawasaki ZXR 750
1994 Carl Fogarty Ducati 916 R
1995 Carl Fogarty Ducati 916 R
1996 Troy Corser Ducati 916 R
1997 John Kocinski Honda RVF 750 / RC45
1998 Carl Fogarty Ducati 996
1999 Carl Fogarty Ducati 996 RS
2000 Colin Edwards Honda VTR 1000 SP
2001 Troy Bayliss Ducati 996 R
2002 Colin Edwards Honda VTR 1000 SP2
2003 Neil Hodgson Ducati 999 F03
2004 James Toseland Ducati 999 F04
2005 Troy Corser Suzuki GSX-R 1000 K5
2006 Troy Bayliss Ducati 999 F06
2007 James Toseland Honda Fireblade CBR1000RR
2008 Troy Bayliss Ducati 1098 F08
2009 Ben Spies Yamaha R1

  
 
Datum Titel Veranstaltungsort Stadt Type
28.02.2010 SBK World Championship in Australien Phillip Island Phillip Island SBK
28.03.2010 SBK World Championship in Portugal Portimao Portimao SBK
11.04.2010 SBK World Championship in Spanien Valencia Cheste SBK
25.04.2010 SBK World Championship in Niederlande Assen Assen SBK
09.05.2010 SBK World Championship in Italien Monza Monza SBK
16.05.2010 SBK World Championship in Süd Afrika Kyalami Kyalami SBK
31.05.2010 SBK World Championship in Amerika Salt Lake City Tooele SBK
27.06.2010 SBK World Championship in San Marino Misano Misano SBK
11.07.2010 SBK World Championship in der T. Rep. Brno Brno-venkov SBK
01.08.2010 SBK World Championship in England Silverstone Towcester SBK
05.09.2010 SBK World Championship in Deutschland Nürburgring Nürburg SBK
26.09.2010 SBK World Championship in Italien Imola Imola SBK
03.10.2010 SBK World Championship in Frankreich Magny-Cours Magny-Cours SBK